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Lexikon

LOGOPÄDIE

INTERDISZIPLINÄRE MEDIZIN – VERBINDUNG ZAHNMEDIZIN UND LOGOPÄDIE

Da Fehlfunktionen im Mund-, sowie Gesichtsbereich einen starken Einfluss auf die Entwicklung von Zahnproblemen haben können ist es sinnvoll gegen diese Fehlfunktionen bereits so früh, wie möglich vorzugehen. Bereits auf das Milchgebiss können sich diese Störungen auswirken und verschlimmern sich meist nach Übergang zum Wechselgebiss sogar noch anstatt sich selbst zu regulieren.

Hier lässt sich auch die Dringlichkeit erkennen, mit jener bereits früh ein Vorgehen gegen die Anomalie eingeleitet werden sollte. Dieses Vorgehen besteht in den meisten Fällen aus einer Kombination von zahnmedizinischer und logopädischer Behandlung. Fehlfunktionen, die auf diese Weise behandelbar sind sind zum Beispiel viszerales Schlucken (Zunge befindet sich beim Schlucken zwischen den Zahnreihen), Zungen- und Lippenpressen, Wangensaugen, unnormale Mundhaltung, Stigmatismen beim Sprechen sowie Fehlfunktionen der Kaumuskulatur.
Durch die oben genannte Behandlung sind üblicherweise recht schnell erkennbare Erfolge zu verbuchen. Hier trägt die Logopädie auch maßgeblich dazu bei, dass sich trotz kieferorthopädischer Behandlung keine Rückentwicklungen einstellen.

Auch ist es die Aufgabe des Zahnarztes, dass Dysfunktionen erkannt werden und der Patient anschließend an den Logopäden überwiesen wird. Der Logopäde lehrt den Patienten dann anschließend Übungen, welche die gespeicherten Muster der Fehlbewegungen aufheben und den Betroffenen neue Bewegungsvorgänge nahelegen. Die Übungen variieren selbstverständlich, üblich sind jedoch Aufgaben, die die Zungen und Lippenmuskulatur trainieren, Puste- und Blasübungen oder Übungen zur Anregung der Nasenatmung. Die therapeutischen Maßnahmen variieren nach Alter und Bedürfnis des jeweiligen Patienten. Wichtig ist auch, dass die Übungen auch nach Ende der Therapie eine gewisse Zeit lang weiter durchgeführt werden, um das Ergebnis der Therapie aufrecht erhalten zu können.

Während diese Übungen durchgeführt werden, werden vom Zahnarzt in München verschiedene kieferorthopädische Geräte eingesetzt, welche dazu beitragen die Gaumenlage der Zunge zu korrigieren, die Nasenatmung unterstützen und den Mundschluss fördern.

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