Zähne künstlich wieder wachsen lassen

Wachsen die Dritten künftig einfach nach …

US-Forscher aus Texas, wie auch englische Forscherteams nähren durch ihre Arbeiten zunehmend die Hoffnung, dass auf Grund der Fortschritte in der Stammzellenforschung Zähne, die wegen karies- oder parodontalbedingten Erkrankungen verloren gehen, “als neue Zähne in der Mundhöhle gezüchtet werden können”. “Sie gehen zum Zahnarzt. Er entnimmt einige Zellen, behandelt sie und setzt sie dort ein, wo ein neuer Zahn wachsen soll”, beschreibt Paul Sharp vom Kings-College in London das Ziel der Bemühungen. Doch Zähne seien, so Sharp, relativ kompliziert aufgebaut. Auf die äußere Schmelzschicht folgen nach innen das Dentin und die von Nerven und Blutgefäßen durchgezogene Zahnhöhle. Diese und andere Komponenten müssen in geregelter Folge aufgebaut werden. Viele Forscher halten dies für allzu schwierig, aber Mary MacDougall, Dekanin der zahnmedizinischen Fakultät aus Texas ist optimistisch.

Ein kritischer Punkt sei die Entwicklung des Zahnschmelzes in der Folge des entwickelten Dentins. “Diese Aufgabe habe ein anderer Zelltyp”, so die Forscher, zu übernehmen. Bringe man diesen Typ im Reagenzglas mit Zahn-Dentinbildungszellen zusammen, dann entstehen geschlossene Dentin-Schmelz-Strukturen. “Das ist noch lange kein Zahn, aber es geht in die gewünschte Richtung”, sagt Mary MacDougall. Die nächsten Schritte in Texas sind in Vorbereitung. Die Gruppe unter Paul Sharp in London hat sich darauf spezialisiert, jene Signalmoleküle zu identifizieren, mit deren Hilfe die verschiedenen Zellen kommunizieren und sowohl ihre eigene Entwicklung als auch die des Zahnes steuern. “Hat man den Prozess erst einmal auf den richtigen Weg gebracht, dann wird er von alleine weiterlaufen”, so Sharps Meinung. Der englische Wissenschaftler hat so großes Vertrauen in seinen bereits erreichten Forschungsstand, dass er inzwischen eine Firma gegründet hat.

Zahnärzte-Magazin im Januar 03

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