Zahnärztliches Lexikon
Calciumhydroxid

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Calciumhydroxid

Desinfizierende Hartsubstanzbildung durch Calciumhydroxid

Calciumhydroxid ist ein Stoff, welcher von Zahnärzten häufig bei der Behandlung parodontaler Defekte eingesetzt wird und deren Heilungsprozess fördern soll. Dabei ist Calciumhydroxid ein weißes Pulver, welches schwer wasserlöslich ist und stark basisch reagiert.

Ziel der Behandlung mit Calciumhydroxid ist die Neubildung von Hartsubstanz in der Pulpa des betroffenen Zahns und eine daraus resultierende Vitalerhaltung des restlichen, den Zahn umgebenden Gewebes. Diese Methode kann jedoch nur erfolgreich durchgeführt werden, sollte der Zahn symptomlos sein und eine erfolgreiche Blutstillung erfolgt haben.

Zur direkten Überkappung des Zahns wird üblicherweise eine wässrige Calciumhydroxid-Suspension verwendet. Bei dieser Überkappungstechnik bildet die gute Desinfektion der zu behandelnden Stelle durch die Suspension, deren pH-Wert bei 12 liegt, einen erheblichen Vorteil. Durch diesen Vorgang wird das saure Milieu im zu behandelnden Bereich, welches oft Karies verursachende Bakterien beherbergt, eliminiert.

Einen weiteren Vorteil bildet die erst kürzlich gewonnene Erkenntnis, dass sich durch diese Behandlungsmethode Wachstumsfaktoren aus dem Dentin lösen, welche in Konsequenz die Pulpa zu einer Hartgewebsbildung anregen.
Antikörper-Reaktionen auf Calciumhydroxid sind nicht bekannt, daher kann diese Therapie bei nahezu allen Patienten angewendet werden.

Zuletzt aktualisiert am 25.08.2015 von .

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